vielbegabte Scanner-Persönlichkeit

Bist du eine Scannerpersönlichkeit?

. . . ein vielbegabter Mensch, ein Multitalent, ein Ideenheld, ein buntes Zebra oder ein Renaissancemensch, wie wir gelegentlich auch bezeichnet werden. Vermutlich soll diese Bezeichnung den berühmtesten Meister der vielen Begabungen stilvoll würdigen, Leonardo Da Vinci. Welche der vielen Bezeichnungen am besten auf dich zutreffen, darfst du selbst herausfinden. Ich bin ein Tausendsassa. Manche Bezeichnungen, wie Hans Dampf in allen Gassen haben eine negative Konnotation und andere, wie Multitalent und Ideenheld sind positiv besetzt und in der Tat haben wir wie andere Menschen auch vorteilhafte und weniger vorteilhafte Charaktereigenschaften. Aber woher weiß ich überhaupt, ob ich eine vielbegabte Scanner-Persönlichkeit bin? Und nicht vielleicht eher ein Messie, jemand der auf krankhafte Art und Weise Dinge und Projekte anhäuft, nichts wegwerfen kann und zunehmend in seinem eigenen Müll erstickt?!

Deswegen gleich vorweg: Vielbegabt und Scanner-Persönlichkeit zu sein ist KEINE Krankheit! „Das Messie-Syndrom (abgeleitet vom englischen Wort mess = Unordnung, Chaos) beschreibt ein Chaos, in dem Betroffene leben und das sich äußerlich häufig in ihrer Wohnung offenbart. … Das Messie-Syndrom ist eine Krankheit. Die möglichen Schwierigkeiten einer Scanner-Persönlichkeit, sich von Dinge[n] zu lösen, ist nicht vergleichbar mit den Erscheinungsformen des Messie-Syndroms,“ schreibt Annette Bauer auf Seite 115 in ihrem Buch‚  Vielbegabte, Tausendsassa, Multitalent?‘

Was ist denn dann eine Scanner-Persönlichkeit und wie finde ich heraus, ob ich auch eine bin?!

Ein vielbegabter Mensch hat viele Talente und Interessen. Er ist neugierig und wissbegierig und ständig auf der Suche nach neuen Fähigkeiten, die er sich aneignen kann und möchte, am liebsten alles auf einmal. Mehrere Sprachen, mehrere Sportarten und weitere Fertigkeiten gleichzeitig zu lernen ist für einen Scanner keine Seltenheit. Dabei sind die verschiedenen Projekte und Tätigkeiten natürlich völlig abhängig von den Interessensgebieten der unterschiedlichen Personen. Jeder Scanner ist auf seine Weise anders und es gibt verschiedene Scanner-Typen, die von der bekannten Journalistin und Persönlichkeits-Trainerin Barbara Sher ausfindig gemacht wurden. Darauf gehe ich in einem anderen Beitrag noch genauer ein.

Ein Scanner ist das Gegenteil von einem sogenannten ‚Taucher‘, jemand der sich über Jahre oder Jahrzehnte nur in einem einzigen Fachgebiet bewegt und sich allein dort ein Expertenwissen aneignet. Ein Scanner dagegen ‚scannt den Horizon nach neuen Möglichkeiten.

So schnell sich ein Scanner neue Fähigkeiten aneignet, so schnell verliert er manchmal auch das Interesse daran und sucht schon wieder nach neuen Herausforderungen. Deshalb wird der Scanner oft als wankelmütig, unbeständig oder fahrig dargestellt. Das ist jedoch nur eine Fehlinterpretation in der Außenwahrnehmung.

In Wirklichkeit ist ein Scanner viel mehr als das.

Wir können eine Scanner-Persönlichkeit von ihren Stärken oder von ihren Schwächen her betrachten. Tatsächlich sind die meisten Scanner unbeständig, ihnen wird schnell langweilig. Wenn sie eine Sache ausprobiert und kennen gelernt haben, verlieren sie oft das Interesse und suchen nach der nächsten Herausforderung. Diese Eigenschaft kann man aber auch  als Stärke auslegen, denn Scanner probieren viele Dinge aus, haben Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen auf vielen Gebieten. Dadurch haben sie oft einen guten Überblick über komplexe Zusammenhänge, können gut organisieren und sind gute Projektmanager.

Sie sind eben Über-den-Tellerrand-Schauer und Hinter-den-Vorhang-Gucker und haben daher ein vielfältiges Wissen und in vielen Themen eine Expertise, die über das durchschnittliche Mittelmaß hinausgeht.

Scanner-Persönlichkeiten können folgende Charaktereigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale haben. Keines dieser Merkmale ist exklusiv und so unterschiedlich ‚normal-begabte‘ Persönlichkeiten sein können, so unterschiedlich können auch die Ausprägungen von vielbegabten Scanner-Persönlichkeiten sein. In einem anderen Beitrag ‚Scanner-Typen nach Barbara Sher‘ gehe ich genauer auf die verschiedenen Typen ein.

Hochsensibilität

Viele Scanner-Persönlichkeiten sind hochsensibel. Früher ist man davon ausgegangen, dass alle vielbegabten Menschen hochsensibel sind. Neue Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass dem nicht so ist. Hochsensibilität drückt sich vor allem durch eine neurologische Sensibilität aus. Die Neuronen ‚schießen‘ vermehrt Impulse, was zu einer schnellen Reizüberflutung führen kann, die ‚Filter‘ selektieren nicht so stark. Hochsensible Menschen haben dadurch oft einen ausgeprägten Geruchs- oder Geschmackssinn, ein empfindliches Gehör und allgemein eine starke Wahrnehmungsfähigkeit, die sich in Feinfühligkeit bis hin zu empathischer Veranlagung ausdrückt.

Neugierde

Scanner-Persönlichkeiten sind ausgesprochen neugierig. Sie sind ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen und neuen Fertigkeiten, die es zu erlernen gilt und wollen stets herausfinden, wie etwas funktioniert. Dadurch erlernen sie eine Fülle an Fertigkeiten.

Wissbegierde

Scanner haben einen hohen Wissensdurst und arbeiten sich gerne tief in neue Themen und Fachgebiete ein. Sie lesen gerne und sind intrinsisch motiviert Neues zu lernen, sofern sie das Thema interessiert.

Unorthodox

Anne Heintze schreibt in ihrem Buch ‚Auf viele Arten ANDERS‘ (2016) „[…] so ‚unnormal‘ sind Scanner-Persönlichkeiten gar nicht. Ich schätze, dass etwa zehn Prozent aller Menschen zu den Vielbegabten zu zählen sind. (…) [Aber] irgendwann kommen viele Scanner-Persönlichkeiten zu der Frage, ob sie in ihrem Leben wirklich sie selbst sind oder ob sie nur noch mit dem Strom schwimmen.“ Vermutlich schwimmen die meisten Vielbegabten eher gegen den Strom und mühen sich dabei ab, anstatt ihre Andersartigkeit anzunehmen und sich im Fluss ihrer natürlichen Talente treiben zu lassen.

Kreativität

Scanner sind in der Regel äußerst kreativ und schöpfen aus einem unermesslichen Ideenreichtum. Viele sind nicht nur handwerklich begabt, sondern haben viele gute Einfälle und starten Projekte, die allerdings oft nicht abgeschlossen werden.

Intelligenz

Jeder Mensch besitzt in unterschiedlichem Maße viele Arten von Intelligenz:

Sprachliche und linguistische Intelligenz

Musikalische Intelligenz

Logisch-mathematische Intelligenz

Räumlich-bildliche Intelligenz

Körperlich-kinästhetische Intelligenz

Intrapersonale Intelligenz

Interpersonale Intelligenz

Naturalistische Intelligenz

Existenzielle Intelligenz

Emotionale Intelligenz

Soziale Intelligenz

Spirituelle Intelligenz

Physische Intelligenz

Kognitive Intelligenz

Praktische Intelligenz

Professionelle Intelligenz

Kreative Intelligenz

Vitale Intelligenz

Kristalline und fluide Intelligenz

Die vielen Begabungen, die Scanner-Persönlichkeiten haben, lassen sich durch zwei dieser Intelligenzformen perfekt beschreiben: fluide und kristalline Intelligenz.

„Wenn sich ein vielseitig interessierter Mensch durch das Ausleben seiner Interessen besonderes Wissen aneignet, wird seine kristalline Intelligenz [das Wissen aus Lernprozessen wie Allgemeinbildung, Schulwissen, Erinnerungen und vielfältige Erfahrungen ergibt] dadurch höher. […] Im Gegensatz zur kristallinen Intelligenz steht die fluide Intelligenz. Sie wird auch flüssige oder geistige Intelligenz genannt, da sie die angeborenen Fähigkeiten eines Individuums beschreibt. Faktoren der fluiden Intelligenz sind die Flexibilität, Kreativität, die Problemlösefähigkeit und das logische Denken.“ (Anne Heintze, 2016, ‚Auf viele Arten ANDERS‘, S. 100 f.) Folglich haben Scanner-Persönlichkeiten auch eine hohe fluide Intelligenz, da sie ständig neue Ideen haben und kreative Inspiration erleben.

Flexibilität

Scanner-Persönlichkeiten können sich schnell auf eine neue Situation einstellen. Sie passen sich flexibel an sich verändernde Umstände an und können sich mühelos in verschiedene Arbeitsprozesse eingewöhnen. Dies wird unter anderem durch ihre fluide Intelligenz begünstigt, da sie sich gerne neuen Ideen hingeben und andere Sichtweisen und Arbeitsweisen ausprobieren.

Keine Routinen, keine Hierarchien

Dem steht entgegen, dass sich Scanner-Persönlichkeiten schlecht an Routinen gewöhnen können. Das Wiederholen der gleichen Arbeitsprozesse ist ihnen zuwider, da sie sich schnell gelangweilt fühlen. Ebenso haben sie Schwierigkeiten sich in hierarchische Strukturen einzufügen. Sie sind Querdenker und erledigen Dinge auf ihre eigene, unorthodoxe Weise und haben deshalb Probleme sinnfreie Aufgaben und Maßnahmen durchzuführen, nur weil diese angeordnet wurden.

Sprunghaftigkeit

Vielbegabte sind sehr sprunghaft. Vanessa Rappa hat sogaer ihren Podcast ‚Embrace your Sprunghaftigkeit‘ genannt und ermutigt mit diesem provokativen Titel viele Vielbegabte zu ihrer Sprunghaftigkeit zu stehen und ihre Wankelmütigkeit und Unbeständigkeit als eine ausdrucksstarke Charaktereigenschaft anzuerkennen, die genauso zu ihrem Wesen gehört, wie die Neugierde auf das Unbekannte und Unentdeckte. Den Podcast von Vannessa findest du auf Upspeak oder Spotify und auf ihrer Seite https://www.vanessarappa.de/podcast.

Rechtschaffenheit, ethisch korrekt, naturverbunden

Scanner-Persönlichkeiten haben oft einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ein ethisches Grundverständnis. Nicht selten sind vielbegabte Menschen ehrenamtlich aktiv und treten für Menschenrechte oder Tierrechte ein. Viele sind darüber hinaus naturverbunden, fühlen sich wohl in Wald und Flur und nutzen diese Lebensräume, um sich zu Erden und mit ihren geistigen Wurzeln zu verbinden.

Empathie

Die Empathie ist eine eigene Form der Intelligenz und eine Eigenschaft vieler hochsensiblen, besonders hochsensitiver Menschen. Auch einige Scanner sind empathisch veranlagt und sind sensibel für die Empfindungen und Stimmung von einzelnen Personen und auch Gruppen.

Herausforderungen von Scanner-Persönlichkeiten

Natürlich haben vielbegabte Menschen und Scanner-Persönlichkeiten wie alle anderen Menschen auch nicht nur besondere Fähigkeiten, sondern auch besondere Herausforderungen und Persönlichkeitsprobleme.

In vielen meiner Beiträge wirst du detaillierte Informationen zu den einzelnen Herausforderungen finden.

Jeder Mensch wächst in einem sozialen Umfeld auf und alle Menschen haben Glaubenssätze und Überzeugungen, die durch dieses Umfeld (Eltern, Familie, Freunde, Kulturkreis) geprägt wurden.

Glaubenssätze von Scanner-Persönlichkeiten

Bei Scanner-Persönlichkeiten sind besonders folgende drei limitierende Glaubenssätze verbreitet:

„Ich kann nichts richtig!“

„Ich kann mich einfach nicht entscheiden!“

„Ich kann einfach nichts zu Ende bringen!“

„Ich kann nichts richtig!“

Da Scanner-Persönlichkeiten oft viele Dinge gleichzeitig oder schnell wieder etwas Neues machen, vieles davon aber wieder abbrechen, entsteht bei vielen vielbegabten Menschen (oft gefördert durch das Unverständnis von außen) der Eindruck nichts richtig zu können. Annette Bauer schreibt dazu: „Die Selbstwahrnehmung eines Scanners ‚Ich kann nichts richtig‘ ist ein Trugschluss, gespeist aus dem gesellschaftlichen Standard, dass jeder etwas hat, das er so richtig gut kann. […] Da ein vielbegabter Mensch immer für eine begrenzte Zeit bei einem Thema bleibt, entsteht die Meinung, er könne dieses Thema nicht wirklich beherrschen oder habe nur an der Oberfläche gekratzt. […] Diesen Glaubenssatz aufzulösen ist eine große Aufgabe, denn immer scheint das Gegenargument zu greifen, dass man wirklich kein Experte in den vielen einzelnen Bereichen ist.“

Ein hilfreiches Konzept in der Bewältigung, bzw. Auflösung dieses Glaubenssatzes ist das Konzept des Roten Fadens von Juli Scheld. „Wer diesen für sich findet, entdeckt auch eine Art Expertentum: Man ist Experte im Kernthema des eigenen Lebens und lebt dieses Expertentum in immer neuer äußerer Form aus.“ (Annette Bauer, 2017 in Vielbegabt, Tausendsassa, Multitalent?‘)

„Ich kann mich einfach nicht entscheiden!“

Dies ist ein weiterer Glaubenssatz von vielbegabten Menschen. Da sie oft alles wollen, am liebsten auf einmal, haben sie Schwierigkeiten eine Wahl zu treffen. Sie glauben eine Entscheidung beinhaltet das ‚Ausscheiden‘ der alternativen Möglichkeiten. Auch hier sind gesellschaftliche Konventionen mit an der Festigung dieses Glaubenssatzes beteiligt. Für Scanner sind Themen einfach schneller erschöpft als für andere Menschen. Die gesellschaftliche Norm ist allerdings eher die des Tauchers, also des Spezialisten in einem Themengebiet, der sich einmal festgelegt hat und ein Leben lang diesen einen Beruf ausübt. In ihrem Umfeld stoßen vielbegabte Menschen auf Unverständnis und Aussagen wie „Mach doch erst das eine zu Ende, bevor du was Neues anfängst“, „Lerne doch einmal ein Instrument richtig, statt immer wieder was Neues anzufangen“, oder „Entscheide dich endlich mal für etwas“ bestätigen den Scanner in seiner Unzulänglichkeit sich nicht entscheiden zu können.

Barbara Sher kontert mit ihrem Buch „du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast.“ Du musst nur wissen, was du jetzt gerade machen willst, alles andere schreibst du dir in dein Projektbuch und machst es zu einem späteren Zeitpunkt.

„Ich kann einfach nichts zu Ende bringen!“

Wenn also ein Scanner anscheinend nichts richtig beherrscht, weil er sich ja eh nicht entscheiden kann, liegt der Zirkelschluss nahe, dass er dadurch auch nichts zu Ende bringt. Wer bestimmt jedoch, wann eine Sache zu Ende ist? Hier spielt das Phänomen der sogenannten Scanner-Langeweile mit ein. Sie langweilen sich unter Umständen sogar bei spannenden Tätigkeiten, einfach weil sie sie innerlich schon abgehakt haben.

Was auf den ersten, ‚normalen‘ Blick als Schwäche oder negative Eigenschaft gesehen wird, kann durchaus auch positiv betrachtet werden. Die Offenheit für das Neue und die Fähigkeit auch von angefangenen Projekten loszulassen, wenn sie nicht mehr ins aktuelle Lebenskonzept passen, bringt zwei großartige Ressourcen mit sich, über die Scanner verfügen: Beweglichkeit und Veränderungsbereitschaft.

Es sind noch weitere Glaubenssätze unter Scanner-Persönlichkeiten vertreten, doch diese drei sollen exemplarische genügen. Natürlich sind diese Glaubenssätze auch bei ‚normal begabten‘ Menschen verbreitet und nicht jeder Scanner ist von den gleichen Glaubenssätzen betroffen.

Glaubenssätze werden dann in unserem Unterbewusstsein gespeichert, wenn sie immer wieder von anderen und von uns selbst wiederholt werden. Sie sind aber nicht in Stein gemeißelt und können durch Wiederholung positiver Affirmation oder Incantations und durch geeignete Mindset-Techniken umprogrammiert und dadurch unschädlich gemacht werden. Wenn du hierbei Unterstützung suchst, melde dich jetzt zu einem kostenlosen Potenzialgespräch mit mir an.

Weitere Herausforderungen von Scannern sind mangelnder Fokus und ein mangelndes Selbstwertgefühl. Wenn man die Gruppenbeiträge von Scanner-Persönlichkeiten in den entsprechenden Facebook-Gruppen durchforstet findet man immer wieder genau diese Erfahrungsberichte. Eine Umfrage, die ich diesbezüglich durchgeführt habe zeigt eine gleichwertige Verteilung dieser beiden Herausforderungen als primäre Probleme unter Scannern.

Fokus

Wir alle sind in unserer schnelllebigen Welt permanent Reizen ausgesetzt und werden durch die Medien und die Sozialen Netzwerke mit Nachrichten bombardiert, die uns von unserer eigentlichen Aufgabe ablenken. Doch unsere größte Ablenkung sind wir selbst. Wenn wir nicht zu 100% motiviert sind, und für unsere Aufgaben brennen, können wir uns gar nicht wirklich auf die Aufgabe fokussieren. Wir lassen uns gerne ablenken, wir suchen förmlich die Ablenkung, um uns bloß nicht darauf einzulassen.

Bei Scannern ist die Sache jedoch etwas komplizierter. Scanner-Persönlichkeiten sind oft Schnelldenker und selbst wenn sie sich 100% fokussiert auf eine Sache einlassen können, springen ihre Gedanken ständig zu den nächsten Aufgaben und Projekten, die auch auf ihrer To-Do Liste stehen. Sie haben ein ähnliches Problem wie viele Hochsensiblen, dass ihre Filter weit offen sind und viele Arten von Stimuli hereinlassen, die die meisten anderen Menschen überhaupt nicht wahrnehmen. Das kann ein Geräusch sein, oder ein Geruch, aber eben auch ein Gedanke, also ein innerer Impuls, der sich in Form einer Art Geistesblitz aufdrängt. Und es liegt in der neugierigen Natur des Scanners diesem Gedanken nachzugehen und ihn weiterzudenken, wodurch er jedoch den Fokus auf seinen vorigen Gedankengang verliert.

Eine geeignete Maßnahme, die dem entgegenwirkt, wäre jeden aufkeimenden Gedanken direkt aufzuschreiben, loszulassen und später weiterzudenken.

Wenn du auch Schwierigkeiten hast dich zu fokussieren, trage dich jetzt in meinen Newsletter ein. So verpasst du keine Informationen über die Entstehung des Fokuskurs für Scanner, den ich gerade ausarbeite.

Weitere Herausforderungen von Scannern sind mangelnder Fokus und ein mangelndes Selbstwertgefühl. Wenn man die Gruppenbeiträge von Scanner-Persönlichkeiten in den entsprechenden Facebook-Gruppen durchforstet findet man immer wieder genau diese Erfahrungsberichte. Eine Umfrage, die ich diesbezüglich durchgeführt habe zeigt eine gleichwertige Verteilung dieser beiden Herausforderungen als primäre Probleme unter Scannern.

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Selbstzweifel und mangelndes Selbstwertgefühl

Wir alle kennen die Zweifel. Wir zweifeln ob wir es schaffen. Wir zweifeln, dass wir nicht gut genug sind. Wir zweifeln, dass andere Menschen Interesse an unseren Ideen und Dienstleistungen haben werden. Auch der Selbstzweifel ist ein Glaubenssatz, der in unserer Kindheit verankert und von unserem Umfeld bekräftigt wurde. „Das kannst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein,“ „Was glaubst du denn wer du bist?“ „Das schaffst du doch niemals“ „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ durch solche und andere Aussagen haben wir uns schnell von unseren Ideen und Vorhaben abbringen lassen und uns angewöhnt zu glauben, dass wir es nicht schaffen. Unsere Gedanken erschaffen unsere Wirklichkeit in dem sie weitere entsprechende Gedanken und Ereignisse anziehen, die dies bestätigen. „Ich habe dir doch gleich gesagt, das ist eine Nummer zu groß für dich!“

Auch diese Glaubenssätze lassen sich durch Training, Coaching und Selbstcoaching mit den geeigneten Maßnahmen und Techniken und einer positiven Einstellung zum Leben überwinden.

Viele Scanner-Persönlichkeiten leiden noch dazu an einem mangelnden Selbstwertgefühl. „Ich fühle mich unwissend und nicht qualifiziert“ ist ein weiterer möglicher Glaubenssatz von Scannern. Dieser als Hochstapler-Syndrom bezeichnete Glaubenssatz ist sehr verbreitet unter vielbegabten und hochbegabten Menschen. Aufgrund ihrer Erfahrungen viele Dinge anzufangen und nicht zu Ende zu bringen entstehen innerlich motivierte Zweifel und konstruierte Hürden wie „Ich habe nicht die passende Ausbildung“, „Da gibt es viele, die das besser können“, „Ich bin zu schlecht“, oder sogar „Es steht mir nicht zu Erfolg zu haben.“

Menschen, die diesem Glaubenssatz unterliegen übersehen ihre einzigartige Begabung sich immer neuen Dingen zuwenden zu können. „Sie sind Experten in einem Gebiet, das man sich nicht aneignen kann, sondern das einem sprichwörtlich in die Wiege gelegt ist: in viele Richtungen begabt zu sein und das eigene Interesse immer auf Neues richten zu können“ (Bauer, S. 99).

Unverständnis und Missverständnis im Umfeld

Aufgrund all dieser Eigenschaften und der dadurch resultierenden Abweichung von der Norm, treffen viele Scanner-Persönlichkeiten in ihrem Umfeld auf Unverständnis. Dadurch fühlen sie sich oft ausgegrenzt, missverstanden und nicht akzeptiert. Viele Scanner haben seit ihrer Kindheit mit dem Gefühl zu kämpfen nicht am richtigen Ort oder am richtigen Platz geboren worden zu sein. Und da viele Scanner erst sehr spät erfahren, dass ihre Andersartigkeit völlig normal ist, nur dass sie eben zu jenen 10% der Bevölkerung gehören, die anders denken als andere Menschen, leiden sie unter diesem gesellschaftlichen Druck, was letztendlich die Ausbildung einer Depression auslösen kann.

Vielbegabte sind nicht weniger normal als rothaarige, homosexuelle oder hochbegabte Menschen. Es steht jedoch jedem Menschen zu sein eigenes Potenzial für sich zu entdecken und mit seinen einzigartigen Begabungen einen bedeutenden Mehrwert in der Welt zu stiften.

Das setzt Klarheit und das Wissen über seine eigenen Eigenschaften und Fähigkeiten voraus.

Bist du eine Scanner-Persönlichkeit?

Wenn du dich in einigen der hier beschriebenen Eigenschaften und Herausforderungen wiederfinden konntest, steht die Chance gut, dass auch du eine Scanner-Persönlichkeit bist.

Mir viel es wie Schuppen von den Augen, als ich herausfand, dass ich ein Scanner bin und endlich konnte ich verstehen, warum ich so bin, wie ich bin.

Falls die Informationen noch nicht ausreichend waren und du dir 100% sicher werden möchtest kannst du zusätzlich einen der nachfolgenden Tests machen.

Eine interessante Übung, die viel Spaß macht, ist die folgende aus Barbara Shers Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“. Mache dir eine Skizze von deiner Wohnung oder deinem Haus und gehe entweder wirklich oder auch nur in Gedanken durch die einzelnen Räume und schreibe dir danach auf, wo du überall angefangene Projekte und Ideen herumliegen hast. du wirst erstaunt sein, wie viele du findest. Bei mir ist es eine Gitarre in der Ecke, Notenpapier im Schreibtisch, damit ich jederzeit ein Stück komponieren kann (was ich seit 9 Jahren nicht mehr gemacht habe), Origami-Papier zum Kraniche falten und selbst geschnitztes Rosmarinwurzelholz, um ein Mobile zu basteln, Lampen für mein Studio, und und und.

Puh, das war eine Menge Informationen

Ich weiß, dieser Beitrag war ganz schön lang! Wenn ich dich mit diesem Beitrag inspirieren konnte, freue ich mich über ein Kommentar von dir! Ich möchte dich auch einladen, in meine Facebook-Gruppe zu kommen. Melde dich zu meinem Newsletter an, damit du nicht den Fokuskurs für Scanner verpasst, oder wenn der nächste Blogpost erscheint. Und wenn du mit mir zusammenarbeiten möchtest kannst du das in einem kostenlosen Potenzialgespräch herausfinden. Klick einfach unten auf den Button. Ich freue mich darauf von deinen persönlichen Herausforderungen zu erfahren.

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