Titelbild Lidia Schladt, Emotionshebamme

Interview mit Lidia Schladt

Die Liebe ist der Schlüssel zu Seele

Lidia Schladt, Emotionshebamme, spricht mit mir über Emotionen, Potenzial der Menschen und die weibliche Urkraft, die uns wieder mit unserer Seele verbindet.

Die Liebe ist der Schlüssel zur Seele

Heute ist Lidia Schladt bei mir im Interview. Wir sprechen sehr intensiv über Gefühle, Emotionen, die Freiheit von Mann und Frau, wahre Partnerschaft, wie man seine Facetten als Diamant zum Strahlen bringt, und ihre Arbeit als Emotionshebamme.

Das Interview ist in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil sprechen wir überwiegend über Emotionen, ihre Herausforderungen, als Lidia als Kind nach Deutschland kam, und wie Frau und Mann sich von ihrer Opferrolle des Brauchens befreien können und sich neu emanzipieren.

Im zweiten Teil wird unser Gespräch etwas pragmatischer. Wir sprechen darüber, was wir tun können, um mehr vom Kopf ins Herz zu kommen. Außerdem sprechen wir über Heilung, Licht, Liebe, über unsere Visionen und wie wir uns von unserem Seelenanteil, von unserem Urbewusstsein leiten lassen können.

Lidia hat Kulturgeschichte Osteuropas studiert, danach eine Ausbildung der Logopädie und Psychotherapie gemacht. Darüber hinaus ist sie Ausbilderin zum integralen Imaginationscoach.

Holger: Wer bist du und was ist deine Arbeit als Emotionshebamme?

Lidia: Schwierig zu sagen wer ich bin

Meine Fähigkeit besteht darin, Menschen in ihre Gefühle zu bringen.

In Deutschland sind wir eher rational unterwegs und deshalb auch wirtschaftlich und technisch stark und fortgeschritten. Aber emotional kommen wir zu kurz. Da setze ich an, indem ich Menschen unterstütze den Zugang zu ihren Gefühlen zu finden und sich mit ihnen anzufreunden, egal welcher Art von Emotionen es sich handelt. Wenn man es schafft seine Gefühle, egal welcher Art sie sind, anzunehmen, dann entsteht eine Art Lebendigkeit mit dem Leben, zusammen mit der Co-Kreation. Man hält nicht mehr fest, sondern man lässt sich leiten und führen mit dem Leben mit.

Ich arbeite überwiegend mit Hochsensiblen, die besonders mit einer Fülle an Gefühlen zu tun haben.

Jeder hat seine persönlichen Begabungen, ob das jetzt wirklich ein lilaner Edelstein ist, oder ein Diamant oder wie auch immer, jeder hat seine ganz einzigartigen Fähigkeiten, gerade Hochsensible

Holger: Erzähl uns doch mal die Geschichte mit dem Traumstein in der Höhle

Lidia: Es geht um einen grauen Stein, der in einer Höhle von vielen Edelsteinen liegt. Es ist natürlich auch eine Symbolik auf uns Menschen bezogen, dass man sich eventuell als ein grauer Stein fühlen kann. Eines Tages wird dieser graue Stein gefunden von einem Menschen. Dieser Stein wird dann entdeckt als ein besonderer Stein und wird geschliffen und ja kann man sich vielleicht denken, es ist wird ein Diamant draus. Ein Diamant hat auch diese verschiedenen Facetten, um das Licht zu reflektieren und so sehe ich aber letzten Endes jeden von uns. Jeder hat seine persönlichen Begabungen, ob das jetzt wirklich ein lilaner Edelstein ist oder ein Diamant oder wie auch immer, jeder hat seine ganz einzigartigen Fähigkeiten und gerade Hochsensible, die selber gar nicht daran glauben, haben so viele Fähigkeiten und so viele Talente, die sie eigentlich mit der Welt teilen könnten, wenn sie mehr an sich glauben würden. Mit dieser Geschichte möchte ich definitiv Mut machen, seine Begabung zu entdecken und sie mit der Welt bitte auch zu teilen, sie nicht zurückzuhalten.

man könnte auch sagen, dass dieser Stein die ganze Zeit die Information ausgesendet hat “bitte entdecken mich”

Holger: Ich fand die Geschichte total berührend, weil ich mich selbst seit langem mit dem Symbol des Edelstahls oder des Diamanten beschäftigt habe und und es die ganze Zeit für mich als Logo nehmen wollte, und es hat nie so ganz gepasst. Jetzt habe ich eine ganz abstrakte Form des Logos, des Diamanten gewählt einfach nur ein Kreis mit einem Quadrat, weil der Diamant ja eben, je nachdem wie er geschliffen ist, ganz viele Facetten hat, wo sich das Licht sich in tausend Facetten bricht und gerade für Hochsensible ein schönes Symbol ist, das darstellt, wie vielfältig wir sind.

würdest du sagen du bist der Stein, der Diamant oder bist du der Schleifer, oder beides? 

Lidia: Das ist eine sehr gute Frage. Ich wurde das noch nie gefragt, ich würde sagen beides. Weil ich kann das gar nicht mehr voneinander trennen zwischen wer entdeckt diese Talente? Also eigentlich nicht wirklich jemand von außen und auf der anderen Seite werden wir immer wieder von vom außen beeinflusst und also sind wir eigentlich beides, weil man könnte auch sagen, dass dieser Stein die ganze Zeit die Information ausgesendet hat “bitte entdecken mich” und irgendwann ja dieserjenige gekommen ist diesen Stein zu entdecken. Also was war zuerst da das Huhn oder das Ei?

Ich kenne wirklich niemanden der beigebracht bekommen hat “Du bist total wertvoll, so wie du bist!”

Holger: Ja und die Geschichte sagt auch so ein bisschen, ein einmal, dass wir entdeckt werden wollen und zum anderen auch dass wir von innen heraus irgendwie diesen Schleier mit uns tragen, durch unsere, was auch immer die Vergangenheit alte Glaubenssätze karmische Verstrickungen, wie auf immer und es aus eigener Kraft noch nicht so wirklich schaffen, wie ein Küken, dem vielleicht ein bisschen die Hilfe fehlt aus dem Ei zu kommen oder der Stein dem ein schöner Schliff fehlt, weil er ansonsten nicht zum Leuchten gebracht werden kann. 

wie kann es uns gelingen, dass wir unsere eigenen Eigenschaften erstmal wahrnehmen bevor jemand von außen kommt und sagt: “Hier du bist doch ein ganz großartiger Mensch!” Warum muss immer jemand von außen kommen und uns zeigen wer wir sind oder dass wir etwas Besonderes sind? Warum können wir da nicht selbst draufkommen?

Lidia: Ja wirklich gute Frage und das schließt sich wieder der Kreis in Bezug auf ich finde wir sind eine Gesellschaft, in der eher Leistung honoriert wird, also eher das Tun honoriert wird, als das was wir sind, nämlich wertvolle Menschen-Wesen, Seelen. Es wird uns ja in dem Sinne nicht beigebracht, sondern eher zu funktionieren und zu leisten und viel Aktionismus zu betreiben und ja ich kenne wirklich niemanden der beigebracht bekommen hat “Du bist total wertvoll, so wie du bist!” Und, ja, viele brauchten schon erstmal eine Außenwirkung und eine Motivation von außen. Auf der anderen Seite möchte ich dafür plädieren, dass man nicht darauf wartet. Nicht darauf wartet, dass irgendjemand von außen kommt und uns ermutigt, sondern wir uns selber in Bewegung setzen. Und sei es nur einen kleinen Schritt jeden Tag gehen. Und sei es nur ein bestimmtes Buch zu lesen, sei es eine ganz kleine Handlung durchzuführen, um ja seine eigenen Stärken, Begabung mit der Welt zu teilen. Und wenn das wirklich eine kleine Handlung war sich bitte auch dafür anzuerkennen und nicht ja auf die To-Do-Liste gucken, die echt ellenlang ist, sondern wirklich okay ich habe heute diesen kleinen Schritt gemacht, und sei es nur diesen Baby Schritt, und anerkenne mich dafür. Und so jeden Tag weiterzugehen und wirklich weiterzumachen, weiterzumachen, weiterzumachen. Und vielleicht kommt dann von außen etwas tatsächlich. Oder du bist z.B. auch auf mich zugekommen so aus heiterem Himmel, spannenderweise gerade dann als ich angefangen habe auch noch mehr rauszugehen mit meinen Gaben, mit meinen Talenten, mit meinem sichtbar sein. Und ja, insofern kann ich wirklich, wirklich nur ermutigen genau dort anzusetzen, jeden Tag ein kleines bisschen mehr zu gehen. Es hört sich so banal an und gleichzeitig ist es so unglaublich wertvoll, einfach nur jeden Tag diesen kleinen Schritt zu machen. Und sei es auch dass es eine Meditation ist oder eine Anerkennung von sich selbst, vielleicht aber auch eine Stärkung von anderen, vielleicht auch an sich durch Freunde spiegeln zu lassen, wie tolle Fähigkeiten, Stärken jemand hat und aufgrund dessen dann immer mehr zu teilen was eigentlich nur du teilen kannst. 

Der Kulturhistorische Unterschied im Umgang mit Emotionen hat ganz viel mit meinem eigenen Weg zu tun und auch mit meiner Ur-Wunde

Holger: Anerkennung hat ja auch was mit Dankbarkeit sich selbst gegenüber zu tun und je mehr Anerkennung und Dankbarkeit wir empfinden oder geben, ausstrahlen, umso schärfer wird ja auch unsere Wahrnehmung. Also wir schärfen unsere Wahrnehmung auf die Dinge, für die wir noch dankbar sein können und das heißt wir nehmen, wenn wir das wirklich Schritt für Schritt machen, wie du es gerade sagst, ja dann nehmen wir ja auch Schritt für Schritt immer mehr Dinge wahr, für die wir dankbar sein können, die wir anerkennen können, die aber auch in uns selbst anerkennen können. 

Lass uns vielleicht mal über die Emotionen sprechen, die dabei dann mit reinkommen. eine Rolle spielen. Anerkennung kann ja beides sein. Von außen kommt meistens die rationale Anerkennung “Ja, das haben sie gut gemacht Herr Schmidt.” Oder, weiß nicht, ich glaube die innere Anerkennung hat eher was mit Gefühlen zu tun. 

Ich habe auf deiner Seite gelesen, dass du ja ursprünglich aus Kasachstan stammst, und in einer russischsprachigen Gemeinschaft aufgewachsen bist, also als Deutsche in Kasachstan. Dort waren die Emotion noch viel mehr im gesellschaftlichen Leben auch verankert, da durfte man auch mal wütend sein und traurig. So wie man sich das bei einer italienischen Mama vorstellt, die einfach mal rauslässt, was sie gerade empfindet. Ja, da ist noch Temperament. Als du nach Deutschland gekommen bist, hast du gemerkt ‚Moment, hier ist ja alles ganz anders, hier sind die Leute alle so verkopft und halten ihre Emotionen im Schach, die darf man nicht zeigen. Und besonders die Männer haben natürlich mit diesen Emotionen ein Problem, weil ja Männer stark sein müssen und auch funktionieren müssen, der starke Indianer kennt keinen Schmerz. 

Erzähl doch einfach mal was und wie war das damals war, als du hierhergekommen bist, weil das war ja auch eine große Herausforderung. Mit neun oder zehn Jahren dann hier in Deutschland, in dieses neue Leben rein geschmissen worden zu sein. 

Lidia:

Ja schön, dass du das ansprichst, weil das ganz viel mit meinem eigenen Weg zu tun hat und auch mit meiner Ur-Wunde. Ich sage mal Ur-Wunde, erstmal in einer Kultur aufgewachsen zu sein, in der Emotionen frei gezeigt wurden, vielleicht auch manchmal im Extrem also ob jetzt Wut oder Traurigkeit. dass jemand ganz öffentlich getrauert hat, jetzt nicht unbedingt die Männer tatsächlich, aber Frauen auf jeden Fall und dann aber hier herzukommen, so als Deutsche oder Russlanddeutsche und dann zu merken, hier ist es gar nicht erwünscht. Das war für mich als Kind definitiv ein Kulturschock. Und zu merken hier wird die Ratio überbewertet, also das Mentale, das Verkopfte wird überbewertet und wird auch honoriert. Und ich habe dann angefangen mich anzupassen und unsere Eltern wollten ja auch, dass wir sehr gut Deutsch sprechen, sogar richtig gut, also besser als die Deutschen in der Schule sind, also wirklich sehr, sehr ambitioniert, was wir teilweise auch geschafft haben, geleistet haben, ohne zu merken, dass wir in ein anderes Extrem gerutscht sind. Und ich bin dann irgendwann auch an meine Grenze gekommen, nachdem ich studiert habe, ein klassisches Angestelltenverhältnis begonnen habe, zwar in einer Führungsposition, und gleichzeitig bin ich an meine körperlichen und seelisch-mentalen Grenzen gekommen, und hatte einen Burnout. Und dann zu merken, ich habe etwas gelebt, um mich hier anzupassen, um Anerkennung zu bekommen, um geliebt zu werden, was aber nicht mir entspricht. Sondern ich bin ein sehr emotionaler Typ ein sehr intuitiver Typ, ein Bauchmensch, wie man so schön sagt, und für mich war das ganz wichtig dann den Weg zurückzufinden in meine Emotionen, diese wieder ernst zu nehmen, anfangen zu fühlen, also wirklich wie ein Training, und so merken, wenn wir uns wieder mit dieser waren unserer wahren Natur verbinden, und das sind Gefühle, per se, dann fangen wir wieder an lebendig ja lebendig zu sein und uns zu leben, also wirklich uns zu leben, und nicht fremdbestimmt zu sein von außen, von Status, von ja finanziellen Dingen, von Erfolg und, und, und. Und das ist das was mir am Herzen liegt dies auch weiterzugeben, weil für mich Gefühle der Schlüssel sind, also der Schlüssel, um wieder zurück zu finden, zu dem werden, wer wir in unserer Essenz alle letzten Endes sind. Ich habe also meine Ur-Wunde zur Berufung gemacht. ich weiß gar nicht ob man das so sagen kann, aber es gibt ja auch den verwundeten Heiler, weiß nicht, ob dir das so bekannt ist, aus der Astrologie, da würde ich mich definitiv verordnen, so etwas was meine Ur-Wunde betrifft. Das ist aber das, was aber auch eine Fähigkeit ist, um anderen an der Stelle weiterhelfen zu können und eine Begleiterin zu sein, eine kompetente Begleiterin zu sein. 

Der Kulturhistorische Unterschied im Umgang mit Emotionen hat ganz viel mit meinem eigenen Weg zu tun und auch mit meiner Ur-Wunde

Holger: Ein kraftvolles Mantra von mir ist, dass ich immer und überall zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin. Also jeder andere Mensch natürlich auch. Und das würde auch wirklich bedeuten, dass natürlich diese Erfahrung, die du machen durftest, zu deinem Lebensweg, zu deinem Heilweg dazugehört und da nur deswegen auch diese Gabe in dir wiederentdecken konntest, sie wiedererkennen konntest, was du heute ausleben kannst und zum Nutzen anderer eben ausstrahlen kannst. Das ist was sehr Schönes, was ganz Besonderes.

Ich habe auch einen Blogartikel, bzw. Facebook Beitrag von dir gelesen und da ist ein Abschnitt, der mich total angesprochen hat. Ich möchte den gerne vorlesen und dir danach eine Frage dazu stellen.

“Du findest Erfüllung in der Partnerschaft.”

Es geht um die Frau, um die Ermächtigung der Frau und um die emotionale und selbstverantwortliche Frau. 

“Du findest Füllung in der Partnerschaft zwischen deiner inneren Frau und deinem Inneren Mann in dir, denn du weißt, dass das die Basis für eine eben solche Partnerschaft ist mit einem Mann. Doch du brauchst den Mann nicht mehr, da du die Erfüllung in dir gefunden hast. Es ist kein brauchen mehr, sondern eine Überfülle an Liebe in dir die sich an alle Lebewesen um dich herum richtet. Du verschenkst dich und erfüllst dich aus dir selbst heraus in einem Tanz zwischen dir und anderen, in einer neuen Verbundenheit, in einer bedingungslosen Co-Creation des Friedens.

Holger: Also ich darf dir sagen du bist auch eine begnadete Schriftstellerin ich fühle mich von deinen Worten total berührt und du findest ganz tolle passende Worte. 

Und die eine Aussage, auf die ich hinaus möchte ist gar nicht mal die Frau sondern eher die Männer schreibst du brauchst den Mann nicht mehr, weil ihr Frauen vielleicht euch schon emanzipiert habt. Wollen wir es mal so dahingestellt lassen, ob das wirklich so stimmt, weil ihr vielleicht auch eure kommunikativen emotionalen Eigenschaften besser zum Ausdruck bringen könnt. Wie sieht’s mit den Männern aus?

Brauchen wir Männer denn dann noch die Frau, um und unsere Diamanten zu schleifen?

Lidia: Wow, das ist echt eine spannende Frage! 

Oh, das sind jetzt so viele Ebenen.

Also erstmal haben die Texte ganz viel mit mir zu tun und für mich hat das auch ganz stark mit dem Hinterfragen von Konditionierung zusammen. Denn ich weiß nicht wie du deine Erziehung genossen hast, meine Erziehung sah auf jeden Versuch aus, dass ich definitiv einen Mann an meiner Seite brauche, um glücklich zu sein. Ich weiß nicht ob das umgekehrt genauso ist. Aber das ist doch spannend, so diese Konditionierung für die Frau, du brauchst unbedingt einen Mann an deiner Seite, weil du sonst nicht vollständig bist. Und das ist das, was ich hinterfrage und schon seit Jahren hinterfrage und merke ganz, ganz viele Frauen gehen faule Kompromisse ein, um z.B. in Partnerschaften zu sein, um einen Mann an ihrer Seite zu haben, mitunter unglücklich zu sein, aber es sieht gesellschaftlich ja so gut aus jemanden an seiner Seite zu haben, einen Mann an seiner Seite zu haben, und für mich hängt Weiterentwicklung und Veränderung damit zusammen in die Selbstermächtigung zu gehen und auch in die Selbstliebe, das betrifft aber nicht nur die Frau, sondern auch den Mann. Bedeutet unabhängig zu werden von jemanden im Außen, den man braucht, weil das ist ja schon per se, ‘tschuldigung, unsexy, jemanden zu brauchen, oder? 

genauso kann ein Mann auch eine Ur-Weiblichkeit in sich entdecken

Holger: Unsexy und Mangelbewusstsein.

Lidia:

Ja total! Also jemanden zu brauchen, um sich vollständig zu fühlen. Nur das Ding ist, in meinem Weltbild sieht es so aus, dass wir alle vollständig gewesen sind. So vollständig in uns. Und wenn wir uns aus freien Stücken für jemanden entscheiden der an unserer Seite sein darf, es ist was ganz, ganz anderes, es ist eine völlig andere Haltung. Und ja, Frauen haben auf jeden Fall einen kleinen Vorsprung, in Bezug auf die Emotionalität, weil wir auch so sozialisiert sind. Wir sind Beziehungswesen. Wir sind noch mehr sage ich jetzt mal Beziehungswesen als die Männer, weil Männer eher leisten mussten, also auch schon evolutions-historisch viel tun mussten, um Anerkennung zu bekommen und geliebt zu werden. Bei den Frauen ist es so, dass sie eher die Bezogenheit auf die Emotionen und Beziehungspflege gelegt haben, also rein evolutions-historisch. Natürlich sieht es bei jedem auch noch mal anders aus, ganz individuell. Aber ich finde, da dürfen Männer nachziehen im Sinne von sich auch nicht abhängig zu machen von einer Frau, auch wiederum, sondern mehr in die Selbstliebe zu kommen und herauszufinden wer sind sie denn eigentlich und vielleicht ja auch sogar die innere Frau zu entdecken. Also mehr in die eigene Weiblichkeit, auch als Mann, weil wir haben ja beides in uns, männliche und weibliche Anteile, noch mehr in die weibliche Rolle, nicht Rolle, in die weiblichen Anteile zu kommen und diese zu entdecken. Also keine Angst vor ihnen zu haben, sondern mutig anzufangen genau diese ja irrationale Ebene zu entdecken und mehr zu leben, was auch immer das jeweils heißt. Also das kann auch sein, dass ein Mann anfängt z.B. Yoga zu machen. Oder du hast es z.B. auch erzählt, mit deiner Frau, ich hoffe das ist in Ordnung, dass ich das jetzt so sage, mit der Lotusgeburt, das ist auch eine Form der Neuheit an der Stelle, keinen klassischen Weg einzuschlagen, sondern zu gucken, was gibt es denn sonst noch darüber hinaus? Es ist auch zutiefst weiblich. finde ich. Und genauso kann ein Mann das auch an sich entdecken eine Urweiblichkeit in sich entdecken, die er anfängt zu integrieren und damit entsprechend auch autark wird und auch niemanden mehr braucht, in dem Sinne. Und dennoch ist es natürlich schön, wenn jemand frei wählt mit jemanden zusammen zu sein, das ist eine völlig andere Ebene. Und ich merke, ich möchte das nur noch so, dass es nicht um Abhängigkeiten geht, sondern wirklich um ein freies Commitment: ‘ich wähle dich’ und ja, hoffentlich wählt der andere mich dann auch entsprechend.

Holger: Also nein. Wir Männer brauchen nicht unbedingt die Frau, um unserem Diamanten zu schleifen, aber vielleicht bedarf es manchmal einer Emotionshebamme, die dann bisschen Nachhilfe verschafft.

Lidia empfiehlt das Buch ‚Die Wiedergeburt des goldenen Zeitalters‘ von Marion Ritz-Valentin

Wenn du mehr über Lidia und ihrer Arbeit als Emotionshebamme erfahren möchtest, besuche ihre Webseite

https://www.lidia-schladt.de/

 

Mehr über mich, meine Arbeit und die Tausendsassa Onlineschule erfährst du hier:

https://markgraf-coaching.de

 

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